Aus den Sparten

Alle haben ihre Startnummer
Alle haben ihre Startnummer

20.08.20018

„Niemand hat die Absicht 100 Meilen zu laufen“ – Lauftreff Cluvenhagen unterwegs in Berlin 

 

„Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen“ – dieser abgewandelte Ausspruch des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, ist das Motto des seit 2011 jährlich im August stattfindenden Mauerlaufes in Berlin, an dem der Lauftreff Cluvenhagen am 11./12. August 2018 teilnahm. 

 

Der Mauerlauf, eine Ultralaufveranstaltung, verläuft 161,4 km auf dem Grenzstreifen der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze rund um Westberlin. Neben ca. 350 Einzelläufern, gibt es auch eine sehr begrenzte Anzahl von 

2er (90 /61 km), 4er (58, 32,37 und 34 km) und 10 + Staffeln mit 10 bis maximal 26 Läufern und freier Streckeneinteilung). Der Lauftreff Cluvenhagen konnte einen der sehr begehrten 32 10+Staffelplätze ergattern und ist in Berlin mit 18 Läufern unter dem Decknamen „Finisher vom Baggersee“ an den Start gegangen.

 

Verteilt   ergaben sich Teilstrecken zwischen 5 und 14 km für die einzelnen Läufer. Im Vergleich zu den über 350 gestarteten Einzelläufern, die die Strecke innerhalb von einer Maximalzeit von 30 Stunden absolvieren mussten, war unsere läuferische Leistung von der Streckenlänge her übersichtlich. Unser Schwerpunkt lag eher in der Logistik: Jeder der 18 Läufer musste zum richtigen Zeitpunkt seinen Startpunkt rund um Berlin finden, um den Staffelchip dort vom Vorläufer zu übernehmen und weiter zutragen. Einige hatten 2-3 Stunden Anfahrt mit S- und U-Bahn, Bus und sogar eine Fährverbindung über die Havel gehörte zum Anfahrtsweg. Dazu zum Teil kilometerlange Fußwanderungen bis zu den Startpunkten- und für den allerletzten Notfall musste ein Taxifahrer aushelfen.

 

Um es vorweg zu nehmen, alle Übergaben haben geklappt und auch die teilweise sehr strengen, aber verständlichen  Sicherheitsregeln, die ebenfalls zur sofortigen Disqualifikation der Staffel geführt hätten, ( wer will nach den Mauertoten auch noch Unfalltote), wurden von uns eingehalten.

 

Aber zurück zum Start. Nach einem traumhaften Pasta-Büffet und dem einstündigen Briefing am Vorabend, ging es am Samstagmorgen 5.30 Uhr zum Friedrich-Ludwig-Jahn Sportforum direkt an der ehemaligen Grenze im Prenzlauer Berg. Dort schickten alle Staffelläufer um 6.00 Uhr die Einzelläufer auf die Strecke. Nach einem gemeinsamen, vom Organisationsteam ausgerichteten Frühstück, starteten dann eine Stunde später auch die Staffelläufer. Der Wettergott hatte ein absolutes Einsehen mit uns Läufern und den Temperaturschalter für diesen Tag um über 10 Grad heruntergedreht, so dass mit um die 24 Grad vergleichsweise angenehmes Laufwetter herrschte.

 

Vom Sportforum ging es vorbei am Brandenburger Tor, über den Check Point Charlie an der East Side Gallery über Treptow immer entlang der ehemaligen Grenze in den Süden von Berlin. Weiter verlief die Strecke am Teltowkanal um Potsdam herum, über die Glienicker Brücke und durch den Park des Schlosses Cecilienhof. Hinter Potsdam mussten einige Havelgewässer umrundet werden 

(die Grenze verlief dort durch wasserseitig), um dann über Staaken, Henningsdorf westlich an Berlin vorbei in den Norden zu gelangen. Dort begann der letzte große Abschnitt durch den Frohnauer Forst über Blankenfelde, Reineckendorf wieder zum Start- und Zielpunkt ins Sportforum zurück. Unterwegs gab es 26 Verpflegungspunkte, die zugleich auch die möglichen Wechselpunkte waren. Von Vereinen, Institutionen und teilweise sportbegeisterten Berliner Familien und Freundeskreisen ausgerichtet, waren an den Verpflegungspunkten kulinarische Schlaraffenländer mit allen, was der Läufermägen und die Läuferbeine so brauchen, aufgebaut.  An dieser Stelle, auch wenn Sie es nicht lesen, nochmals tausend Dank an die vielen Helfer für die leibliche Wohl und moralische Unterstützung unterwegs.

 

An und auch auf der Strecke gab es für uns viele interessante Begegnungen mit den Läufern. Die Ultras sind schon eine eingeschworene, besondere Truppe und für uns Hobbyläufer war es sehr interessant, da mal reinschnuppern zu dürfen.

 

Kurz nach 22.30 Uhr erreichte unser Schlussläufer wieder das Stadion. Dort erwartete ihn die gesamte Staffel, um dann die letzten 400 Meter gemeinsam durch das mit großen Leuchtkugeln dekorierte Stadion ins Ziel zu laufen. Mit einer Gesamtzeit von 15Stunden und 39 Minuten belegten wir den 16 Platz von den insgesamt 32 gestarteten 10+Staffeln. Die Gesamtzeit ergab eine durchschnittliche Laufzeit   incl. der Wechselzeiten von 5.48 min. je Kilometer.

 

Der schnellste Einzelläufer, ein Japaner erreichte in 13 Stunden und 17 Minuten das Ziel – welch eine unvorstellbare Leistung. Aber auch der letzte Läufer, der nach 29 Stunden und 58 Minuten ins Ziel kam, erhielt tollen Applaus.

 

Am Sonntag war dann ausschlafen und ausgiebig frühstücken angesagt, bevor am Mittag zur Staffelsiegerehrung ging. Alle Staffeln mit den einzelnen Läufern wurden auf die Bühne gebeten und erhielten eine Medaille und Urkunde. 

 

Wie in jedem Jahr war der Lauf einem der Maueropfer gewidmet. In diesem Jahr war es Jörg Hartmann, ein zehnjähriger Junge und damit das jüngste Maueropfer, der im März 1966 beim Versuch an der Grenze in Berlin-Treptow zu seinem Vater in Westberlin zu gelangen, von den Grenztruppen der DDR erschossen wurde. Sehr emotional erzählte seine ehemalige Klassenlehrerin von den damaligen Ereignissen. Offiziell wurde der Großmutter, bei der Jörg lebte, erzählt, er wäre im Köpenicker See ertrunken und von einer Schiffsschraube zerfetzt worden. Deshalb musste er sofort ohne Wissen der Familie im Krematorium Baumschulenweg verbrannt werden. Erst nach der Wende kam die ganze traurige Wahrheit ans Licht. Für den Jungen wurde in Treptow ein Gedenkstele aufgestellt, an dem die Läufer statt Blumen diesmal mitgebrachtes Kinderspielzeug ablegten. Dieses wird dann den Johannitern zur weiteren Verteilung, gespendet.

 

Das Besondere dieser Laufveranstaltung ist die sportliche Herausforderung in Verbindung mit dem geschichtlichen Hintergrund. 

 

Einigkeit besteht unter uns Läufern: Wenn wir einen Startplatz bekommen, sind wir im kommenden Jahr wieder mit dabei. Dann wird die Strecke, wie in jedem ungeraden Jahr, entgegen dem Uhrzeigersinn gelaufen.

 

Birgit Hübner 

Am Hermannsdenkmal vor dem Start
Am Hermannsdenkmal vor dem Start

23.06.2018

Lauftreff-Premiere beim Hermannslauf

Am 29. April gab es eine Premiere beim Lauftreff in Cluvenhagen. Zum ersten Mal nahmen 2 Sportler an den berühmten Hermannslauf von Detmold nach Bielefeld teil. Marion van der Veen und Reiner Fetter meldeten sich am 14. Januar 2018, bereits kurz nach Mitternacht, für den Lauf an. Schon an nächsten Mittag waren alle 7000 Startplätze vergeben. Die beiden starteten dann am Lauftag morgens früh um 5 Uhr mit dem Auto auf dem Weg nach Bielefeld. Hier holten sie dann pünktlich ihre Startunterlagen ab.

Nun ging es mit einem gemütlichen Reisebus auf einer ca. 1 stündigen Fahrt zum Hermannsdenkmal in der Nähe von Detmold. Hier hatten die beiden etwas Zeit für eine kurze Besichtigung, Foto Shooting und Vorbereitung zum Start. Um 11.00 Uhr erfolgte dann der Start, da ca. 7000 Läufer und Läuferinnen an den Lauf teilnahmen, wurde in 3 Gruppen gestartet. Nun ging es los auf die 31,1 Kilometer lange Strecke, die meistens über Wald- und Feldwege führte und teilweise auch über asphaltierte Straßen ging. Es waren insgesamt 515 Höhenmeter und 710 Meter im Gefälle zu Laufen. Ein besonderer Höhepunkt waren die Treppen von Lämershagen: Hier mussten 120 Stufen auf ca. 45 Höhenmeter überwunden werden. Das Ziel war dann in Bielefeld, die Stadt, die es wirklich gibt, davon haben sich die beiden überzeugt. Hier wurden alle Läufer/innen von den sehr vielen Zuschauern frenetisch begrüßt. Reiner Fetter brauchte 02:54:36 und Marion van der Veen kam nach 03:36:06 ins Ziel. Nach einer Erfrischung und einer schönen warmen Dusche machten sich die beiden dann am späten Nachmittag zufrieden und glücklich auf dem Heimweg mit der Erkenntnis: „Das machen wir nochmal“ 😊.

26.06.2018

Badminton Kreismeisterschaft des Landkreises Verden

Am 23.06.2018 wurde die Badminton Kreismeisterschaft des Landkreises Verden in Kirchlinteln ausgetragen. Angetreten sind die Cluvenhagener Badmintonspieler in den Altersklassen U13, U15 und U17.

Gespielt wurde Einzel mit 2 Gewinnsätzen a 21 Punkten. Oftmals musste ein 3. Satz gespielt werden, was sehr kräftezehrend war. Nach dem Motto „Jeder Punkt zählt“ und das haben unsere Kids souverän umgesetzt. Voller Stolz erreichten unsere Badminton – Kinder/Jugendliche folgende Ergebnisse:

U 13 Mädchen:    1.Platz und somit Kreismeisterin Karlotta Rode

                          2. Platz Jule Petz

U 15 Jungen :      2.Platz Jannik Petz

U17 Jungen :       2. Platz Lukas Peeters

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